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Der Lommatzscher Fünfkinderstein

Die Lommatzscher Fünflinge wurden am 25. Juni 1688 innerhalb einer Geschwisterreihe von 16 Kindern geboren. Die Entbindung dauerte etwa „einen halben Tag“. Es handelte sich dabei um 3 Knaben und 2 Mädchen, die als Lebendgeborene zur Welt gebracht wurden.

Zuerst wurden Samuel und Rosine Maria geboren. Beide Kinder lebten nur 2-3 Tage. Die Beerdigung erfolgte am 28. Juni 1688.
Während der Entbindung, die zu Hause im Beisein einer Hebamme erfolgte, wurde zunächst wahrscheinlich angenommen, dass es sich um eine Zwillingsgeburt handelte.

Bei einer Geburtenziffer in Lommatzsch von durchschnittlich 85 Kindern pro Jahr in den Jahren 1680-1700 (einschließlich Totgeborener) wurden etwa aller zwei Jahre Zwillinge geboren. 1683 hatte es in dem damals nur etwa 1150 Einwohner zählenden Städtchen innerhalb eines Jahres zweimal Zwillinge gegeben. Insofern waren Zwillinge nichts Seltenes.

Als nun das 3. Kind an das Licht der Welt drängte, wurde infolge des „allgemeinen Entsetzens und der Inanspruchnahme der Hebamme“ die Nabelschnur nicht ausreichend komprimiert, so dass dieser Knabe bei zunehmendem Blutverlust bald nach der Entbindung starb.
Da er nicht getauft werden konnte, blieb er ohne Namen. Als Vierter der Fünflinge kam Johann Christoph zur Welt, lebte etwa 5-6 Tage und wurde am 1. Juli 1688 bestattet. Das letztgeborene Kind Anna Margaretha erreichte ein Alter von reichlich 8 Wochen: „Anna Margaretha Samuel Kühnens Kürschners Töchterlein beerdigt d 29 August ...“
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Der Lommatzscher Fünfkinderstein

Der Lommatzscher Fünfkinderstein
Tauf- und Sterberegister der Stadtkirche 1688
Brief an den sächsischen Kurfürsten
Grabmahl Samuel und Marie Kühn
 
 
   
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