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Die Lommatzscher Orgel


Die Orgel der Stadtkirche St. Wenzel in Lommatzsch wurde 1815 von Johann Christian
und Karl August Kayser mit 28 Stimmen auf zwei Manualen und Pedal erbaut. Das Instrument besitzt mechanisch traktierte Schleifladen und fand seine Aufstellung auf der dem Altar gegenüberliegenden zweiten Empore an der Westseite des Kirchenraumes.

1886 renovierte und vergrößerte Karl Eduard Jehmlich aus Dresden das Werk.
Eine weitere Umgestaltung erfolgte 1931 durch die Firma Hermann Eule, Bautzen. Im
Rahmen dieser Umgestaltung wurde der Freipfeifenprospekt mit Pfeifen aus Zinkblech
eingebaut. Auf dem Pfeifenstock des Posaunenbaß 16´ kam ein Violonbaß 16´ zur
Aufstellung, im Hauptwerk wurden mit dem Einbau von Gambe 8´, Flöte 4´ und
Oboe 8´ weitere Dispositionsänderungen ausgeführt. 1951 und 1975 fanden Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten durch die Firma Eule statt. Seit der letzten Überarbeitung und Teilrestaurierung durch die Firma Voigt, Bad Liebenwerda im Jahr 1999 hat die Orgel heute folgende Disposition:


Hauptwerk
C – d´´´
Oberwerk
C – d´´´
Pedal
C-c´
1. Bordun
16´
15. Principal
26. Principalbaß
16´
2. Principal
16. Gedackt
27. Subbaß
16´
3. Spitzflöte
17. Quintatön
28. Octavbaß
8´
4. Rohrflöte
18. Fugara
29.Posaunenbaß
16´
5. Gambe
19. Octave
6. Octave
20. Rohrflöte
7. Spitzflöte
21. Nassat
8. Flöte
22. Octave
9. Quinta
23. Quinta
1 1/2´
10.Octave
24. Sifflöte
11.Tertia aus
25.Mixtur 4 fach
1 1/3´
12. Mixtur 4 fach
13. Cornett 4 fach
ab c´
14. Trompete


Im Rahmen der letzten Überarbeitung des Instrumentes im Jahr 1999 wurde eine gebrauchte Trompete 8´ im Hauptwerk auf dem Zusatzstock der Oboe 8´von 1931 eingebaut, im Pedal wurde der Posaunenbaß 16´ mit belederten Bleikehlen nach den Mensuren der Kayser- Orgel in Lohmen bei Pirna rekonstruiert.

Umfangreiche Arbeiten erfolgten an den stark verwurmten Windladen sowie an den Trakturen. Das gesamte Pfeifenwerk wurde überarbeitet, teilweise ergänzt, nachintoniert und leicht ungleichstufig eingestimmt. Die Stimmtonhöhe liegt bei a = 440 Hz bei 15 C°. Der Winddruck des gesamten Werkes wurde bei 71 mm WS vorgefunden und wieder eingestellt.


Verwandte Links:

Die Neckanitzer Orgel

 

 

 
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