Das älteste Schriftstück reicht in das Jahr 1694 zurück und ist eine Abschrift, die im Jahr 1853 den Turmknopfakten zugefügt wurde. Dieses Dokument berichtet davon, wie die Kirche von Grund auf neu erbaut worden ist.
Am 20. April 1694 wurde die baufällige Kirche abgetragen. Begonnen wurde mit dem Turm. Gottesdienste konnten noch bis zum 18. Mai gehalten werden. Die Glocken, die erst unter dem Schindeldach gehangen haben, wurden beim Neckanitzer Bauern Martin Herbst in der Scheune untergebracht. Der neue Turm und das Dach waren am 12. Juni mit neuer Schalung und den Dachlatten versehen. Die Turmbekrönung fertigte Johann Blasio, Schlosser zu Döbeln. Bau- und Zimmerleute waren der Meister Simon Sohre und Ratszimmermann George Paßler aus Meißen. Der Turm und das Dach wurden von Meister Gottlieb Wenzelo, Schieferdecker aus Dresden eingedeckt. Der Turm wurde mit Schiefer und das Dach mit 10tausend Dachziegeln und 200 Pressziegeln versehen.
In der Kirche wurde der Orgelchor neugeschaffen, ebenso die Wendeltreppen und die Leichenhalle.
In dieser Zeit waren:
Pfarrer: M. Wolfgang Martius von 1691-1696
Kirchschullehrer: Johann Dietrich von Liehnen, verstorben 1710
Die Abschrift verfertigte Friedrich August Malz, Pfarrer in Neckanitz von 1837-1862
Neckanitz gehörte zu dieser Zeit zur Superintendentur Oschatz, Superintendent war Pfarrer Dr. Elias Ehbold
Kirchvorsteher waren: Philipp Bäuzmann, Bauer zu Poititz, Georg Lippert, Gärtner zu Krepta
Bauherrn waren: George Mirisch, Bauer und Richter zu Churschütz und Hanß Gast, Gärtner und Musikant zu Poititz
Um diesen Bau zu finanzieren, wurden auf Befehl des Oberkonsistoriums in Dresden Kollekten in Leipzig, Chemnitz und Dresden gesammelt.