Über die äußere und innere Beschaffenheit der Kirche und über deren innere Einrichtung fehlen jegliche Angaben. Sicherlich war die heutige Kirche zu früherer Zeit ein schlichter Holzbau mit einer Schindelbedachung und stand an der selben Stelle, an der sie noch heute steht. Ein Turm fehlte zu damaligen Zeit noch. Erst im Jahr 1694, als bei einer gänzlichen Erneuerung nur das Mauerwerk stehen blieb, wurde auf dem Dachstuhl der Turm aufgebaut. Am 12. Juni 1694 wurden die Glocken in dem mit Schiefer bedeckten Turm aufgehängt.
Die noch fehlenden Emporen wurden im Jahre 1697 eingebaut.
Am 23. April 1738 schlug der Blitz in den Turm und beschädigte nicht nur ihn sondern auch Dach und Orgel. Ein zweiter Blitzeinschlag im Jahre 1810 richtete weit größeren Schaden an, da es zum Feuerausbruch kam.
Eine umfassende Erneuerung des Inneren wurde im Jahre 1857 vorgenommen. Die Kanzel und die Sakristei, die sich noch an der Nordseite befanden wurden an die Südseite verlegt. Sakristei und Kanzel sind im gotischen Stil gehalten. An der Nord- und Südseite der Kirche wurde ein Treppenhaus gebaut, dass den Zugang zum Kirchenschiff und zu den beiden gegenüberliegenden Emporen ermöglicht. In gleicher Höhe mit der unteren Empore befindet sich die Orgel. Sie wurde von Urban Kreutzbach in Borna erbaut
Am 10. Januar 1858 wurde die Kirche geweiht.
In den Turme, befindet sich ein Uhrwerk, welches 1751 von dem Uhrmacher Michael Finsterbusch für 75 Taler gebaut wurde.
Auf dem Turm befinden sich außerdem 3 Glocken. Die große Glocke trägt die Aufschrift: O rex glorie, veni cum pace, ave Maria. Anno Domini MCCCCLXXXXIIII. Die mittlere Glocke zeigt in Mönchsschrift ebenfalls die Worte: Fusa est in nomine Christi et virginis Mariae, Domini MCCCC. Die Umschrift der kleinen, jedenfalls ältesten Glocke, kann leider nicht entziffert werden.
|